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Gut mit dem eigenen Geld umgehen

Finanziell gebildet zu sein, bedeutet nicht über seine Verhältnisse zu leben und zu wissen wie man mit dem eigenen Geld gut und richtig umgeht.

Wer ein eigenes Einkommen hat, sollte sein Geld so einteilen, dass genügend Geld auf dem Konto ist um Rechnungen, Steuern, Ferien und Einzahlungen in die dritte Säule zu decken. Daneben sollte auch noch etwas gespart werden für den Notfall.

Wenn es gelingt, so zu leben und zu verdienen, dass danach monatlich noch etwas übrig bleibt, dann sollte dieses Geld investiert werden.

Beim Investieren geht es nicht darum, den Markt zu schlagen, sondern mehr aus seinem Geld zu machen als nur die mageren Zinsen auf dem Sparkonto, denn diese werden von der Teuerung jeweils mehr als weggefressen. Wenn wir wirklich etwas Vermögen bilden wollen, sollten wir unser Geld so einteilen und den Überschuss langfristig in Aktien anlegen.

Der Unterschied zum reinen Sparkontosparen ist nämlich erheblich. Ja, man kann Fehler machen beim Investieren, neben den Gewinnen gibt es immer auch Verluste, aber unter dem Strich lohnt sich beispielsweise der Aktienkauf. Denn der grösste Fehler beim Investieren ist, wenn man gar nicht investiert. Heute sind 80% der Menschen in der Schweiz nicht in Aktien oder Obligationen investiert, das ist ein Fehler, der viele teuer zu stehen kommt.

Wem es gelingt, so zu leben, dass mehr als ein Notgroschen zur Seite gelegt werden kann, sollte übers Investieren nachdenken.

Therese Fässler

Schweizer Aktien sind in den letzten 45 Jahren im Durchschnitt um 8 Prozent pro Jahr gestiegen. Wenn man die Inflation berücksichtigt, ist das immer noch eine jährliche Rendite von rund 6 Prozent.

Wenn man sich die folgende Grafik anschaut, kann man leicht erkennen, wie gross der Unterschied zwischen Investieren und einfachem Sparen ist. Person A investiert monatlich 500 Franken in den Schweizer Aktienmarkt, während Person B den gleichen Betrag auf ein Sparkonto einzahlt.

Person A hat nach 45 Jahren ein Vermögen von fast 1,4 Millionen Franken angehäuft. Das ist etwa das Fünffache des Betrags von Person B, dem Sparer, der sein Geld auf dem Sparkonto liegen lässt.

Früher sagte man, ein Bankkonto habe eine risikofreie Rendite (Zinsen), heute hat ein Bankkonto ein renditefreies Risiko. Es ist Zeit, dass wir uns darauf einstellen und demensprechend handeln. Das gilt für Frauen ebenso wie für Männer.

Trotz Schwankungen langfristig deutlich besser mit Aktien
Trotz Schwankungen langfristig deutlich besser mit Aktien
Therese Fässler

Therese Fässler ist Ökonomin und Gründerin der Financial Literacy Plattform invested.ch. Zudem ist sie Leiterin des Bereichs Finanzbildung bei der Swiss Finance and Technology Association SFTA.

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