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Frauen sparen, Männer legen an

Die neue Sotomo Studie, die wir gemeinsam mit der Zürich Versicherung lanciert haben, wirft ein Schlaglicht auf die Schieflage zwischen Männern und Frauen wenn es ums Geld geht. Nicht alles ist historisch erklärbar, ohne verstärktes Interesse an Geldfragen werden die Frauen nie aufholen.
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Wenn es ums Geld geht, hat sich in unserer Gesellschaft noch viel zu wenig getan: Noch immer sind es mehrheitlich die Männer, die sich um die Finanzen kümmern.

Die brandaktuelle Sotomostudie zu Frauen und Geld zeigt aber nicht nur grosse Unterschiede zwischen den Geschlechtern, sie macht auch klar, dass vielen Frauen nicht bewusst ist, wie prekär ihre finanzielle Situation tatsächlich ist.

In der reichen Schweiz sind zwei Drittel aller Frauen mit Kindern nicht in der Lage, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Dieser Umstand führt auch zu mehr Beitragslücken bei der Altersvorsorge, so haben etwa Frauen mit Kindern doppelt so häufig Beitragslücken wie Männer mit Kindern. Interessanterweise gehen aber etwa gleich viele Frauen wie Männer davon aus, dass sie im Alter ihren Lebensstandard werden halten können.

Dies ist blauäugig. Denn die Scheidungszahlen sprechen eine andere Sprache.

Frauen sparen, Männer legen an.

Sotomo Studie

Wissen über Geld ist erlernbar

Ein Teil dieser Unterschiede ist historisch erklärbar. Frauen verdienten und verdienen bis heute weniger als Männer. Dennoch hat sich in der Ausbildung vieles getan. Frauen sind heute mindestens ebenso gut ausgebildet wie Männer, nur um die Vermögensbildung und Fragen der Geldanlage machen viele noch einen grossen Bogen.

Frauen behaupten nämlich, weniger von Gelddingen zu verstehen als Männer, sie haben darum auch deutlich häufiger Lücken in der Vorsorge als Männer und viele geben an, sie hätten zu wenig Kapital, um dieses sinnvoll anlegen zu können. Frauen sparen eher und Männer legen ihr Geld an.

Dass sich mit diesem unteschiedlichen Verhalten im Laufe eines Lebens die Vermögensunterschiede zwischen Frauen und Männern noch massiv verstärken, erstaunt daher nicht.

Wer ein gleichberechtigtes Leben führen will, sollte deshalb auch Gelddinge ernster nehmen und sich nicht nur um einen guten Lohn, sondern auch um eine langfristige Vermögensbildung kümmern. Dies kann nicht nur Spass machen, es macht auch unsere Gesellschaft geschlechtergerechter.

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Frauen und Vorsorge, Studie von Sotomo, Hrsg: Zürich Versicherungsgesellschaft AG und Verein Geschlechtergerechter

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